30% Zuschuss bei Heizungsoptimierung und Heizungspumpentausch

Bevor die Heizsaison richtig losgeht, eine gute Nachricht: Das Bundeswirtschaftsministerium sorgt mit einem neuen Förderprogramm dafür, dass der Einbau effizienter Pumpen und Optimierungen von Heizungsanlagen (Hydraulischer Abgleich) mit 30Prozent bezuschusst werden.

Warum im Jahr 2016 noch immer circa drei Viertel aller Heizungsanlagen in Deutschland ineffizient laufen muss Gründe haben. So wissen viele Hausbesitzer nicht um das Sparpotenzial, was mit einer Verbesserung der Heizungsanlage einhergeht. Gleichzeitig denken sie beim Wort „Heizungsmodernisierung“ an viel Aufwand und Dreck. Dabei sind viele Maßnahmen, vor allem ein Austausch der Heizungspumpe oder die Heizungsoptimierung, nicht mit großen Belastungen verbunden. Oft ist es auch die Sorge vor hohen Kosten, die Heizungsbesitzer zurückschrecken lässt. Die Kosten jedoch sind durchaus überschaubar und rechnen sich schnell – erst Recht mit der neuen Förderung. Aber was wird nun genau alles gefördert?

Austausch von Pumpen
Generell hat jeder Haushalt mindestens zwei Arten von Pumpen. Zum einen eine Warmwasserzirkulationspumpe, die für das Trinkwasser zuständig ist und eine Umwälzpumpe, die Warmwasser aus dem Kessel in die Heizkörper befördert. Je nach Art und Größe des Gebäudes können bis zu vier Umwälzpumpen zugegen sein. Die auszutauschenden Heizungspumpen müssen mindestens zwei Jahre alt sein.

Heizungsoptimierung durch hydraulischen Abgleich
In Deutschland sind geschätzt 90 Prozent der Heizungen nicht hydraulisch abgeglichen – doch was heißt das eigentlich? Das bedeutet, dass heißes Heizungswasser unkontrolliert vom Kessel in die Heizkörper strömt. Das Resultat: Heizkörper, die nahe am Heizkessel liegen, werden stark erhitzt. Andere Heizkörper, die weiter weg liegen, werden hingegen nur gering versorgt. Die Konsequenz: Um die weiter weg liegenden Heizkörper genauso warm zu bekommen, wie die naheliegenden, muss der Kessel viel mehr leisten. Im Endeffekt wird so viel Energie verschwendet – und deshalb wird der hydraulische Abgleich auch zu 30 Prozent gefördert.

Zusammen mit einem hydraulischen Abgleich werden aber noch weitere Technologien zu 30 Prozent gefördert:

 

  • Voreinstellbare Thermostatventile
  • Einzelraumtemperaturregler (programmierbare Thermostate)
  • Pufferspeicher
  • Strangventile
  • Techniken zur Volumenstromregelung, separate Mess-, Steuerungs- und Regulierungstechnik